Wenn du einen leckeren Espresso zubereiten möchtest, ist richtiges Tampen wichtig. Durch das Andrücken deines Kaffees schaffst du einen kleinen Raum zwischen dem Kaffeepuck und der Brühgruppe und machst den Puck kompakt. Wenn du das nicht richtig machst, sucht sich das Wasser immer den Weg des geringsten Widerstands und bildet kleine Kanäle durch den Kaffee. Das nennt man auch Channeling. Das Ergebnis ist ein dünner Espresso mit oft saurem Geschmack.
Die Frage ist also: Wie tampst du richtig? Für gutes Tampen sind drei Dinge wichtig: den Kaffee vorher verteilen, gerade tampen und konstant mit dem richtigen Druck arbeiten. Unten erklären wir diese drei Punkte genauer, damit du deinen Tamper perfekt verwenden kannst.
Verteile deinen Kaffee vor dem Tampen
Offiziell gehört das nicht direkt zum Tampen, ist aber unglaublich wichtig! Wenn der Kaffee nicht gut verteilt ist, besteht die Gefahr, dass er in der Mitte kompakter ist als an den Seiten. Dadurch kann Channeling entstehen.
Um deinen Kaffee zu verteilen, empfehlen wir zwei Techniken. Die „Klopf“-Technik ist perfekt für Home-Baristas am Anfang. Klopfe mit der Handfläche ein paar Mal leicht gegen die Seite deines Siebträgers, um den Kaffee möglichst gleichmäßig im Filterkorb zu verteilen.
Für mehr Konsistenz und eine gleichmäßige Verteilung empfehlen wir einen Espresso Leveler. Die Tiefe des Levelers kannst du selbst einstellen. Setze den Espresso Leveler auf den Siebträger und drehe ihn einige Male – so erhältst du jedes Mal eine gleichmäßige Verteilung.
Gerade tampen
Wenn du nicht gerade tampst, ist dein Kaffeepuck nicht mehr eben. Dadurch fließt das meiste Wasser nur durch eine Seite des Pucks. Gerade tampen ist mit einem klassischen Tamper schwieriger, aber definitiv möglich.
Halte deinen Siebträger fest und versuche, ihn möglichst gerade zu halten. Eine Tamping Matte mit Ecke kann dabei helfen, da du den Siebträger beim Tampen in die Halterung legen kannst.
Den Tamper hältst du so fest, als würdest du jemandem die Hand geben (siehe Foto). Dadurch bekommst du einen guten Griff und kannst mit deinen Fingern fühlen, ob du gerade im Siebträger sitzt. Versuche, dein Handgelenk bis zum Ellenbogen in einer geraden Linie zu halten und gleichmäßig von oben Druck auszuüben.
Mit einem Tamper Flach ist gerades Tampen deutlich einfacher. Genau wie beim Espresso Leveler kannst du die Tiefe über Drehscheiben einstellen. Weil der Rand des Tamper Flach auf dem Siebträger aufliegt, tampst du automatisch gerade und immer mit gleichmäßigem Druck.
Wie fest solltest du tampen?
Wie viel Druck du beim Tampen verwenden solltest, ist ein viel diskutiertes Thema – und eigentlich musst du dir darüber gar nicht so viele Gedanken machen. Wir haben noch nie einen Barista getroffen, der sich darüber wirklich stresst. Du musst das also auch nicht tun.
Wichtig ist vor allem, dass du genug Druck ausübst, damit der Kaffeepuck kompakt wird. Außerdem solltest du versuchen, möglichst konstant zu tampen. Übe gleichmäßigen Druck aus und versuche, diesen bei jedem Espresso zu wiederholen. So kannst du besser ausschließen, dass dein Tampen einen großen Einfluss hatte, wenn dein Espresso plötzlich anders schmeckt.
Wie bereits erwähnt: Wenn du mehr Sicherheit und weniger Arbeiten nach Gefühl möchtest, ist ein Tamper Flach perfekt für konstanten Druck.
Hast du noch Fragen? Unser Ziel ist es, Home-Baristas weiterzuhelfen – also melde dich gerne bei uns!